
Essen
Am Rand der Feldlandschaft
Für eine junge, vierköpfige Familie entstand ein Garten, der die klare, kubische Architektursprache des Hauses aufgreift und in eine ebenso strukturierte wie lebendige Außenraumgestaltung überführt. Das Grundstück steigt um etwa zwei Meter an – ein Höhenversatz, der nicht nur funktional überwunden, sondern gezielt ins Zentrum des gestalterischen Konzepts gestellt wurde.

Entwurfsplan · Schröer Studio

Die Hanggestaltung bildet das räumliche und visuelle Rückgrat des Gartens. Eine asymmetrisch gesetzte Treppe aus großformatigen Sichtbetonblöcken führt durch den Hang und liegt exakt in der Hauptblickachse des Wohnzimmers. Sie verknüpft nicht nur die beiden Gartenebenen, sondern wird durch ihre kraftvolle Setzung selbst zum prägenden Element der Gestaltung. Als skulpturales Motiv strukturiert sie den Garten, führt durch ihn hindurch und schafft Tiefe und Dynamik.
Die beiden Ebenen folgen der Topografie. Unten liegt die Hauptterrasse mit großzügiger Rasenfläche, die bewusst offengehalten wurde, um Platz zum Spielen und für alltägliche Nutzung zu schaffen. Oben liegt eine weitere Terrasse mit freiem Blick in die angrenzende Feldlandschaft – ein Ort mit Weite. Eine zusätzliche Sitzbank im vorderen Bereich gliedert die Rasenfläche subtil und schafft ein weiteres Angebot.

Cortenstahlkanten rahmen nicht nur den Höhenunterschied zum Nachbargrundstück, sondern gliedern den Hang in mehrere Zonen. So entstehen klar definierte Flächen, ohne dass der Garten an Leichtigkeit verliert. Die Materialität aus Beton und Cortenstahl unterstützt die präzise Formensprache und schafft eine ruhige, langlebige Basis für die Bepflanzung.
Die Bepflanzung folgt dem Prinzip einer Präriegarten-Matrix – robust, rhythmisch und dynamisch. Eine dichte Gräserstruktur bildet das Grundgerüst, durchzogen von Blütenakzenten wie Steppensalvien, Echinacea und Bartfaden. In Richtung der offenen Landschaft nimmt der Gräseranteil bewusst zu. Die Pflanzung öffnet sich nach hinten und geht fließend in die ungestaltete Feldstruktur über. Der Übergang von Architektur zu Natur bleibt atmosphärisch weich und selbstverständlich.
GARTENGRÖSSE
ca. 3oo m²
LEISTUNGEN
Entwurfsplanung · 3D-Visualisierung · Ausführungsplanung · Bepflanzungskonzept
ORT
Essen
Böllrodt 21
45470 Mülheim an der Ruhr
+49 (0) 208 30670340
info@schroer-studio.de
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